DJK Saarlouis-Roden Abt. Tischtennis | www.djkroden.de
DJK Saarlouis-Roden

Abteilung Tischtennis
News

Unser Sportwart Jonah Sonntag bittet um Mithilfe bei seiner Masterarbeit durch Teilnahme an einer 5-minütigen Umfrage, Teilnahme über diesen Link: Direktlink zu Umfrage von Jonah Sonntag

Gedanken zum Top-48-Modus Nac

Im nachfolgenden Artikel soll der Modus, der vielen noch immer unverständlich wird, anhand einer Grafik aber hoffentlich anschaulicher sein sollte, vorgestellt werden.
Um es vorweg zu nehmen, das Top-48-System hat durchaus einige Vorteile, eine aussagekräftige Ranglistenposition gerade im mittleren Bereich bietet es aber nicht. Wer sich dafür interessiert, kann diesen Artikel gerne in unserem Forum weiter ausführen.

Das Top-48-Turnier wird auf nationaler Ebene in den Altersbereichen Sch?ler A (bis 14 Jahre), Jugend (bis 18 Jahre) und Aktive durchgef?hrt.
Es dient zur Ermittlung einer bundesweiten Rangliste und in der Regel qualifizieren sich die besten 12 bis 16 SpielerInnen f?r die n?chste Qualifikationsebene bis hin zur Endrangliste, den nationalen Top 12.
Es wird in 8 Sechsergruppen gespielt. Die jeweils Erst- bis Drittplatzierten spielen die Pl?tze 1-24, die Viert- bis Sechstplatzierten die Pl?tze 25-48 aus.
Bevor auf die Vor- und Nachteile eines solchen Systems n?her eingegangen wird, noch einige Vergleiche mit dem Vorg?ngersystem.
Dieses System wird heute noch verwendet, um die S?dwestrangliste der Sch?ler B auszuspielen. Ob es au?er im S?dwesten auch in den anderen drei Regionalverb?nden so verwendet wird oder ob die ein anderes Ermittlungsverfahren verwenden, wurde nicht genauer untersucht, die Vorteile dieses Systems liegen jedoch offen zutage.
Jeder Verband, auch die Kleineren, hatte mehrere Pl?tze dort zur Verf?gung, was die zum Teil sehr scharf gef?hrten Auseinandersetzungen innerhalb der Verb?nde doch deutlich reduzierte, da dort sehr viel eher die M?glichkeit bestand, talentierte Nachwuchsspieler mitzunehmen, auch wenn es vielleicht noch einen ?lteren, leicht st?rkeren Spieler gab, die st?rksten Spieler der Verb?nde konnten gewiss sein, mitgenommen zu werden. Bei nur mehr einem garantierten Startplatz pro Verband beim Top 48 ist das, wie sich in verschiedenen Verb?nden gezeigt hat, nicht unbedingt der Fall.
Die ersten Vier einer jeden Vorrundengruppe kamen in die Endrunde, wo jeder gegen jeden spielte, die Ergebnisse aus der Vorrunde jedoch mitgenommen wurden. Darin liegt einer der entscheidenden Unterschiede zu den Top 48. Ein Gruppenerster in der in den Platzierungsspielen jedes Einzel verliert, wird schlechtestenfalls Sechzehnter ein Gruppendritter, der alles gewinnt bestenfalls Neunter. Bis dahin nicht unbedingt eine Verschlechterung zum alten System, denn da die Spiele ja mitgenommen wurden, hatte der Gruppenerste nat?rlich ebenfalls einen Vorteil zum Gruppenvierten, da er in der Regel mehr Spiele als dieser gewonnen hatte.
Die Ver?nderung liegt in der zugrunde gelegten Wertigkeit. W?hrend bei der S?dwestrangliste die tats?chlichen Ergebnisse ausschlaggebend waren, sind es jetzt die Platzierungen. Wenn sie eindeutig sind, der Gruppenerste alles gewonnen, der Zweite eine Niederlage und der Dritte nur diesen beiden unterlegen war, dann ist das durchaus in Ordnung. Aber wenn, was in der Regel w?hrend jeder Top-48-Veranstaltung zumindest einmal vorkommt, der Gruppenerste nur durch das bessere Satzverh?ltnis vom Dritten getrennt ist, dann schafft dies v?llig andere Verh?ltnisse. Fr?her konnte so ein Dritter die Rangliste noch gewinnen, inzwischen ist das nicht mehr m?glich.
Siehe nachfolgende Grafik, bei doppelklicken darauf, sollte sie gr??er dargestellt werden.

Der Gedanke an den Hochleistungssport lag wohl der Top 48 zugrunde. Die Besten werden sich in nahezu jedem System in der Regel durchsetzen und da bietet die Top 48 ein relativ schnelles, ?bersichtliches System, das durch die darauf folgenden, beiden Ranglistendurchg?nge noch aussagekr?ftiger ?ber Leistungsstand und Entwicklung der besten Spieler wird. Von daher hat der Modus durchaus seine Vorteile.
Seine Schw?chen liegen in der Aussagekraft des Mittelfeldes dieser Rangliste. Ein Sieg an der richtigen Stelle kann unter Umst?nden 10 Pl?tze Unterschied ausmachen. Es gibt dann immer wieder gro?e Platzierungsunterschiede zwischen den Bestplatzierten der Top 48 und den nachfolgenden Top 16, die nicht auf durch Freistellungen dann erst eingreifenden, st?rkerer Spieler zur?ck zu f?hren sind. Wenn das ber?cksichtigt wird, der Zwanzigste beispielsweise nicht unbedingt deutlich st?rker sein muss, als der beispielsweise Drei?igste, eine gewisse Unsch?rferelation der Top 48 sozusagen, wird das der Aussagekraft einer solchen Rangliste jedenfalls gerechter, als es die reine W?rdigung der Platzierung t?te.

Die Top 48 wird ihrer eigentlichen Aufgabe, die st?rkeren von den schw?cheren Spielern zu trennen durchaus gerecht, mehr aber nicht. Beim Modus mit den Regionalverb?nden war es wesentlich einfacher talentierte, aber deutlich j?ngere Spieler mitzunehmen. Dazu waren die Nominierungsdiskussionen, die es immer geben wird, deutlich entsch?rft, da es bei den Diskussion zumeist um Spieler der zweiten Reihe ging, wobei die besten Akteure in der Regel immer mitgenommen wurden. Dies wirkt sich bei gr??eren Verb?nden weniger stark aus, als bei kleinen, die nur ?ber den Mindeststartplatz verf?gen, aber es gibt auch dort sicherlich gen?gend Spieler, die zumindest einen guten Mittelfeldplatz h?tten erreichen k?nnen, aber gar nicht erst f?r die Top 48 gemeldet wurden.
Wer die absolute F?rderung des Hochleistungssportes will, kann getrost am Top-48-Modus festhalten. F?r eine breitere Talentsicherung, -sichtung und ?f?rderung war das System, wie es im S?dwesten mit den Regionalranglisten bestand jedenfalls geeigneter. Was die bessere Entscheidung f?r die Entwicklung des Tischtennissportes ist, dar?ber werden sich die Geister scheiden, aber das ist auch nicht die Aufgabe dieser Darlegung.


zurück