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Die Landesrangliste und ihre Folgen

So wie die Dinge liegen, ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass niemand der SiegerInnen der Jugend und SchülerInnen A bei den überregionalen Ranglisten dabei sein wird.
Schuld daran, ist das seit letzter Saison gültige System, wo, anders als bei den B-Schülern, für die älteren Altersstufen die Südwestrangliste zugunsten einer Top48- Rangliste aufgegeben wurde.
Dort stehen dem Saarland jeweils ein Platz zu. Die einzelnen Fälle sind jedoch sehr unterschiedlich zu bewerten.

Bei der Jugend gewann Kevin Mertes in der verletzungsbedingten Abwesenheit des Siegers der letzten Rangliste, Klaus Marius Bastian. Da Kevin bei der ersten Rangliste ebenfalls verletzungsbedingt fehlte, dort gewann Klaus Marius, steht es zwischen beiden unentschieden. Für Klaus Marius spricht, dass er sich in der vergangenen Runde als der Stärkere erwiesen hat, für Kevin, dass er ein Jahr jünger ist. Wirklich keine angenehme Aufgabe für die Verantwortlichen.

Ganz anders stellt sich der Fall bei den Mädchen dar. Die Regelung, dass Spielerinnen der Damen A-Klasse von der Mädchen-Rangliste freigestellt sind, wurde wieder zurück genommen, nachdem dies drei Mädchen gelungen ist. Wie die Male zuvor ging auch diesmal Vanessa Gergen als Siegerin aus der Rangliste hervor. Sie hat damit ebenso die volle Punktzahl wie die wieder einmal fehlende Vanessa Herges. Zwar gibt es hier keinen direkten Vergleich, aber hoffentlich werden die Verantwortlichen die Ergebnisse der Top12 Damen-Rangliste heran ziehen, um zu einem Ergebnis zu kommen.
Psychologisch ist es aber ein großer Unterschied, ob ich größtenteils gegen Ältere spiele oder aber gegen Gleichaltrige oder sogar Jüngere.

Bei den Schülern hat Andre Forsch die Rangliste zweimal hintereinander gewonnen, dürfte aber gegen Frederik Scholer und Mirko Habel ohne Chance sein, sich für die Rangliste zu qualifizieren. Nach einem schwachen Tag von Frederik dürfte hier der ein Jahr ältere Mirko, zumal in der A-Klasse der Jungen spielend, die besseren Karten haben.

Ebenfalls zweimal gewonnen hat Kristina Schwarz die Landesrangliste der Schülerinnen A. Ann-Kathrin Herges ist jedoch zwei Jahre jünger und spielt bei den Mädchen in der A-Klasse. Trotzdem liegt hier der Fall anders. Für Kristina lag ein schriftlicher Einstufungsantrag in die Mädchen- Rangliste vor, dem nicht stattgegeben wurde.

Für die Top48 bedeutet das, das in allen Fällen nicht die sportliche Ergebnisse letztendlich ausschlaggebend sind, da hier entsprechende Vergleiche nicht angestellt werden können, sondern diese Entscheidung am grünen Tisch gefällt wird. Diese Entwicklung ist sicherlich nicht die Beste, zumal andere Verbände damit anders umgehen, trotzdem ist sie in Fällen wie der Jugend wohl nicht zu umgehen. Bleibt also nur vertrauensvoll abzuwarten, wie die Verantwortlichen mit dieser Verantwortung umgehen.

Der sportliche Wert bei dieser einmal im Jahr stattfindenden Veranstaltung gerade für Saarländer nicht besonders hoch anzusetzen - wir können national dort sowieso nicht mithalten, aber es geht dabei weniger um den sportlichen Wert als um die Signalwirkung die damit verbunden ist. Verdient hätten es alle oben angesprochenen Spieler, dorthin zu gelangen. Es geht dabei mehr um die äußeren Umstände. Wenn etwa der Eindruck entstehen sollte, eine Spielerin oder ein Spieler könne leisten was er wolle, im Zweifelsfalle würde trotzdem immer jemand anderes vorgezogen, dann schadet das der leistungs-orientierten Nachwuchsarbeit im saarländischen Tischtennis mehr, als jeder Sieg bei einem Top48 ihm nützen würde. Bleibt also nur ...
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